Advances in landscape genetic methods and theory

Year of publication: 2012

Lessons learnt from insects in agricultural landscapes


Um die Vernetzung in Landschaften zu erfassen, müssen Landschaftselemente, welche die Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten behindern oder fördern, identifiziert werden. In vom Menschen stark geprägten Landschaften wie Landwirtschaftsgebieten sind solche Kenntnisse besonders wichtig um das Überleben vieler Arten zu sichern. Das Forschungsgebiet Landschaftsgenetik versucht solche Informationen durch die Kombination genetischer und landschaftsökologischer Analysen zu gewinnen. In dieser Dissertation wurden theoretische und methodische Verbesserungen für die Landschaftsgenetik erarbeitet. Mit einer neuen objektiven Methode (least-cost transect analysis) wurde das wahrscheinlichste Ausbreitungshabitat zweier Insektenarten in Landwirtschaftsgebieten ermittelt. Während die Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale) Ausbreitungspfade durch offenes Landwirtschaftsland bevorzugt, breitet sich die Sumpfschrecke (Stethophyma grossum) meist entlang von Gewässern aus. Ausserdem wurden landschaftsgenetische Modelle verwendet um die Auswirkungen künftiger Landschaftsveränderungen auf den Genfluss vorauszusagen. Um Landschaftsveränderungen zu simulieren wurde die Landschaft zwischen Populationen der Sumpfschrecke modifiziert. Je nach Landschaftsänderung konnte eine signifikante Zunahme oder Abnahme des Genflusses vorausgesagt werden. Landschaftsgenetische Modelle können somit in der Planung verwendet werden, um negative Auswirkungen von Landschaftsveränderungen vermeiden zu helfen.

Dissertation an der ETH Zürich geleitet von Rolf Holderegger, WSL Birmensdorf/ETH Zürich

Focus on

Cover filmFor hermits and fire salamanders - How municipalities connect habitats in the Alps. DVD, 2012, CIPRA International

 

 

 

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