Grünes Licht für greenAlps

22.10.2013
Der Reichtum und die Leistung der Biodiversität in den Alpen sind immens. Dazu gibt es zahlreiche Untersuchungen. Auch geht daraus hervor, was zu tun wäre, um diese zu sichern und zu fördern. Allerdings sind diese Erkenntnisse noch nicht überall in der Politik und bei den Umsetzern angekommen. Hier setzt das Projekt greenAlps an: Es untersucht und verwertet Ergebnisse aus laufenden und abgeschlossenen Projekten, bereitet diese auf und macht sie Schlüsselakteuren auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zugänglich. Ziel ist, die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und effiziente europäische Umweltpolitik zum Schutz und Erhalt der Natur in den Alpen zu verbessern.

Um eine intakte Biodiversität in den Alpen und die Funktion der Ökosystemdienstleistungen zu gewährleisten, braucht es eine langfristig ausgerichtete Landschaftsplanung, neue Wege der Zusammenarbeit verschiedener Akteure und Entscheidungsträger sowie vorbeugende Massnahmen.
Grundlagen für greenAlps liefern unter anderem die Projekte Econnect und recharge.green. Econnect untersuchte von 2008 bis 2011, wie die ökologische Vernetzung im Alpenraum mit konkreten Massnahmen verbessert werden kann und sprach dazu bereits politische Empfehlungen aus. Das laufende Projekt recharge.green entwickelt Instrumente, um Biodiversität und die Leistung von Ökosystemen in den Alpen gegenüber der Produktion erneuerbarer Energien in Wert zu setzen.
Im Projekt greenAlps sind die grossen alpenweiten Netzwerke von NGOs, Schutzgebieten und Forschung eingebunden. Die strategischen Ergebnisse werden in Pilotregionen auf ihre Anwendbarkeit und ihre Übertragbarkeit auf die europäische Ebene überprüft. Mit dem Triglav Nationalpark/SI, Naturpark Prealpi-Giulie/I, Nationalpark Kalkalpen/A mit Nationalpark Gesäuse/A und dem Nationalpark Berchtesgaden/D sind Pilotgebiete aus sehr unterschiedlichen Regionen der Alpen vertreten.
Leadpartner von greenAlps ist das Netzwerk alpiner Schutzgebiete ALPARC, weitere sieben Partner sind involviert. Das Projekt läuft von September 2013 bis November 2014 und wird ko-finanziert vom Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) im Rahmen des Alpine-Space-Programms.

www.greenalps-project.eu (en)